(Artikel erschienen im Buxtehuder Tageblatt am 04.02.2016)

Apensen bekommt einen Kino-Club

Kulturverein startet neues Angebot mit regelmäßigen Filmabenden im Jukuz – Mitmachen erwünscht

VON CLAUDIA MICHAELIS
APENSEN. Zum Auftakt geht es gleich richtig giftig und hinterhältig zur Sache: „Arsen und Spitzenhäubchen“, den mit Schwarzem Humor reichlich gewürzten US-Klassiker von 1941, haben die Apenser Kulturvereins-Macher für die Premiere ausgesucht, mit der sie den Bürgern in der Samtgemeinde Geschmack auf ein neues Kulturangebot machen wollen. Am Freitag, 12. Februar, wird die Filmkomödie auf der großen Kinowand im Jugend und Kulturzentrum (Jukuz) Apensen gezeigt und so den Auftakt bilden zu einem „Kino-Club“, den der Vereinsvorstand um Ina Sommer, Jens Neumann und Roland Denien in der Samtgemeinde etablieren möchte.

Einmal im Monat, in der Regel immer freitags ab 20 Uhr, wird das Jukuz künftig zum Kino für Erwachsene. Die ersten sechs Filmabende für die erste Jahreshälfte stehen bereits. Die Filme hat das Organisationsteam vorerst nach eigenen Vorstellungen ausgesucht: „Wir haben Filme ausgewählt, die nicht überall zu sehen sind und die auch nicht regelmäßig im Fernsehen gezeigt werden“, erläutert die Vereinsvorsitzende Ina Sommer die Auswahl. In der ersten Staffel sind Streifen unterschiedlichster Genres wie etwa das Roadmovie „Knockin’ on Heaven’s Door“ mit Til Schweiger, Jan Josef Liefers und Moritz Bleibtreu, der Italo-Western „Zwei glorreiche Halunken“ oder auch die Actionkomödie „Manta Manta“ dabei.

Nehmen die Apenser das Angebot gut an, soll der Kino-Club zur festen, dauerhaften Einrichtung in der Samtgemeinde werden. Optimal wäre, wenn sich im Laufe der Zeit eine regelmäßig wiederkehrende Klientel, gewissermaßen eine Fan-Gemeinde, zusammenfände, die dann auch selbst bekundet, welche Filme sie gern sehen möchte, wünscht sich Jens Neumann: „Vielleicht bildet sich dann ja auch ein bestimmtes Genre heraus.“ Der neue Kino-Club steht allen interessierten Zuschauern offen, der Eintritt zu den Filmabenden ist frei. Premiere ist am Freitag, 12. Februar, ab 20 Uhr mit besagtem US-Klassiker „Arsen und Spitzenhäubchen.“

Nach seinem Neustart im November hat der Kulturverein aber noch viel mehr vor im neuen Jahr. Wichtig ist den neuen Apenser Kultur-Machern dabei im nächsten Schritt auch die Vernetzung mit den anderen Vereinen, Gruppen und Verbänden in der Samtgemeinde.

Um diese Netze noch enger zu knüpfen, lädt der Kulturverein Aktive und Interessierte aus Vereinen, Verbänden und Gruppen in der Samtgemeinde für Montag, 8. Februar, ab 19 Uhr zu einem „Netzwerker-Treffen“ ins Jukuz an der Grundschule Apensen ein. Wer wissen will, was der Kulturverein in Apensen gern künftig noch auf die Beine stellen möchte, ist zum Netzwerker-Treffen ebenso willkommen wie alle, die sich vorstellen könnten, mit den Kulturleuten enger zusammenzuarbeiten.

Eine engere Zusammenarbeit der Aktiven, Interessierten und Neugierigen, mehr Synergieeffekte und gegenseitige Unterstützung und Absprache bei Aktionen, damit nicht mehrere interessante Veranstaltungen am gleichen Tag stattfinden oder auch eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit stellt sich Ina Sommer als Ziele einer besseren Vernetzung vor: „Gemeinsam wollen wird das Leben und die Freizeit in und um Apensen noch bunter gestalten“, wünscht sich Sommer.

Zur besseren Planung bittet sie für das Netzwerker-Treffen um Anmeldung per M@il: info@kulturverein-apensen.de, spontan Vorbeikommen ist aber auch kein Problem. „Je mehr mitmachen, desto besser. Wir freuen uns auf ein reges und kreatives Treffen“, sagt Sommer.

Auch die interkulturelle Verständigung haben die Apenser Kulturmacher im Blick: Für Sonnabend, 4. April, ist ein syrischer Abend geplant, berichtet Roland Denien. Ein anerkannter syrischer Flüchtling aus Apensen, der gut Deutsch spricht, wird Bilder aus Syrien aus der Zeit vor dem Krieg und aus der jetzigen Zeit zeigen, darüber reden und den Gästen die Kultur seines Landes nahebringen.